Der Gartenteich

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Wer einen Garten hat, erfreut sich meist an Pflanzen, Blumenbeeten oder auch Kräutergärten. Möchte man, abgesehen von regelmäßiger Bewässerung, auch gerne das nasse Element in die kreative Gartengestaltung mit einbeziehen, so kann man einen Gartenteich anlegen. Schlicht als künstliche Wasseransammlung ohne Abfluss definiert, bieten Gartenteiche sowohl dem Auge des Betrachters einen reizvollen Anblick als auch möglicherweise dessen Ohren: Denn Frösche mögen sich in diesem Biotop einfinden oder die Bewegungen der Fische lassen die Geräusche des Wassers in Ihr Ohr dringen. In Bestimmung von Form und Umfang sind Sie völlig frei bei dem Bau eines Gartenteiches. Wenn Sie selbst Hand anlegen wollen, so ist das mit der entsprechenden Ausrüstung und unter Einbeziehung hilfreicher Tipps kein Problem.

Bauanleitung für den Gartenteich

Abhängig von der Art Teich, mit der Sie Ihren Garten noch verschönern möchten, gestaltet sich die Vorgehensweise beim Bau des Teiches für den Garten. Wählen können Sie zwischen einem Naturteich, einem Fischteich, einem Filterteich und einem Zierteich. Allerdings lassen sich all diese Teicharten auch miteinander verbinden. So gilt ein Zierteich schlicht als besonders schön und kann trotzdem mit Filtern betrieben als Planschbecken dienen, und im Naturteich schwimmen mehr als wahrscheinlich ebenso Fische umher wie im Fischteich.

Bestimmte Grundsätze erfolgen allerdings alle zunächst auf gleiche Art: Ein Loch muss gegraben werden – schließlich soll die Uferböschung eben mit dem Rasen sein. Alles Weitere ist Ihnen überlassen. Denn zu Standort (Sonneneinstrahlung), Nähe zur Terrasse (Aussicht), Steigung (Teich am Hang) und anderen Gegebenheiten gibt es zwar zahlreiche Tipps.

Doch lassen Sie sich von diesen Ratschlägen nicht zu sehr verwirren: Prinzipiell ist es möglich, einen Teich genau dort anzulegen, wo man ihn gerne anlegen möchte. Einzig die Tiefe beim Graben könnte sich als Hindernisfaktor erweisen. Ansonsten: Einfach loslegen!

1. Zunächst also mit Gartenschlauch oder anderen Hilfsmitteln den Platz bestimmen, an dem der Gartenteich entstehen soll.

2. Dann geht’s zur Auswahl des Teichbaumaterials. Die Verwendung von Lehm oder Beton sowie Teichschalen aus Kunststoff stehen hier zur Auswahl.

3. Mit flexiblen Teichfolien sind Sie völlig frei in Ihrer Gestaltung, und auch die gewünschten Maße können hier exakt zugeschnitten werden. In identischer Größe der Quadratmeterzahl sollten Sie Schutz- oder Teichvlies kaufen und als Unterlage der Teichfolie verwenden. Somit schützen Sie diese bei eventuell hohem Wasserdruck.

4. Zudem sollten Sie beachten, dass schon während des Aushebens der Grube Fundamente für eventuelle Trittsteine oder Skulpturen gelegt werden sollten.

5. Nun nur noch darauf achten, dass die Teichfolie möglichst glatt eingebaut wird – und schon geht’s ans Befüllen mit Wasser!

6. Weitere Gedanken gelten als letzter Schritt der Uferböschung sowie Wasserpflanzen und Fischen.

7. Es empfiehlt sich, keine Gewächse mit flachen Wurzeln zu erwerben, da diese im Laufe der Zeit der Folie schaden können. Nach einigen Tagen bereits hat sich die Teichflora voll entwickelt – und Sie können sich neidischer Blicke Ihrer Nachbarn gewiss sein!

Überwintern

Auch wenn es Sie aufgrund frostiger Temperaturen nicht in den Garten treibt: Ihr Teich ist noch da. Und so sollten Sie ihm und seinen Bewohnern helfen, diese Jahrszeit ebenso gut zu überstehen, wie Sie es sich im Winter drinnen gemütlich machen! Zunächst: Ran ans Laub. Äste, Zweige, alles, was im Herbst von den Bäumen und Sträuchern in den Gartenteich und Teichnähe geweht wurde, sollte entfernt werden. Denn absterbende Teile von Pflanzen setzen bei der Verwesung giftige Gase frei und verbrauchen zudem Sauerstoff. Umso besser, dass es wintergrüne Unterwasserpflanzen wie Hahnenfuss und Laichkräuter gibt. Denn diese reichern das Wasser regelmäßig mit Sauerstoff an. Und während Kunststoff schließlich als sehr kälteresistent gilt, sollte man Rissen im Beton vorbeugen, indem ein Gummiball oder Stück Holz in den Teich geworfen wird. Denn diese Elemente sind in der Lage, den Druck des Eises zu schwächen.

Exotische Variante: der Koi-Teich

Nicht mehr nur Goldfische oder gemeine Sonnebarsche werden inzwischen gerne als Haus- bzw. Gartengast angeschafft. Koi ist der Fisch, der Gartenteichfreunde gegenwärtig am meisten erfreut. Allerdings benötigen diese Fische auch mehr Aufmerksamkeit, und ihre Haltung erfordert die konsequente Einhaltung bestimmter Voraussetzungen. Die Teichtiefe für Koi-Teiche liegt in der Regel über 150 cm. Dies ist sowohl für die Wintermonate unerlässlich, damit der Fisch nicht einfriert, als auch praktisch während heißer Sommermonate, damit die Wassertemperatur nicht über 28º Celsius steigt. Obwohl Kois eine beachtliche Größe von über 55 cm erreichen können, sollten mindestens sechs Fische in Ihrem Teich schwimmen, denn Einzelgänger sind Kois wahrlich nicht. Was die Nahrung betrifft, gelten diese Fische hingegen als nicht besonders anspruchsvoll. Sie fressen so gut wie alles. Und werden all die Bedürfnisse erfüllt, dann essen sie sicher auch aus der Hand!

2 Gedanken zu „Der Gartenteich“

  1. Kois sind doch gar nicht mehr exotisch. Ein wirklich krasser Fisch ist der Stör (hierfür benötigt man aber einen wesentlich grösseren Teich).

    LG, Sebastian

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