Clematis – eine vielseitige Kletterpflanze

Veröffentlicht am Dienstag, 16 November, 2010 um 10:42 von Redaktion.
Kategorien:Gartenpflanzen, Pflanzen.

Foto: Flickr / Steve took it


Die Clematis, auch Waldrebe genannt, ist eine Kletterpflanze aus der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) und mit etwa 300 unterschiedlichen Arten vor allem im gemäßigten Klima Europas, Asiens und Amerikas vorzufinden. Die Waldreben besitzen überwiegend ein holziges und in artenbedingten Einzelfällen ein krautiges Erscheinungsbild sowie gefiederte Blätter, die bei einigen Clematis-Sorten abfallen, bei anderen ganzjährig eine grüne Farbe tragen. An den so genannten Kelchblättern befinden sich jeweils vier bis acht Blütenblätter, die sich je nach Sorte in einem kräftigen Rot, Rosa, Weiß, Blau oder Violett präsentieren. Die Frucht der Clematis hingegen trägt ein silbrig-weißes Gewand mit fedrigen Samenbüscheln. Die Ranke der Kletterpflanze kann eine Höhe von bis zu zwei Metern erreichen und in der Zeit vom Juli bis September eine Blüte mit einem Durchmesser von maximal 20 Zentimetern bilden.

Ein sonniger bis halbschattiger Standort an einer Mauer an Ost- oder Westseite bietet für die Clematis die optimalen Lebensbedingungen. Da die Pflanze jedoch eine verhältnismäßig lange Eingewöhnungszeit benötigt, ist besonders auf die Beschaffenheit des Bodens zu achten, der weder sauer, trocken, noch sandig sein und auch keine Staunässe aufweisen darf. Daher sollte bereits beim Einpflanzen Kies oder Sand mit eingearbeitet werden. Waldreben benötigen viel Wasser und sind vor allem im Frühjahr und Sommer auf eine ausreichende Bewässerung angewiesen. Um eine Austrocknung der Wurzel zu verhindern, sollte der Fuß der Clematis, nachdem diese etwa bis zu einem halben Meter in die Erde gepflanzt wurde, mit Mulch abgedeckt werden. Im zweiten Wachstumsjahr empfiehlt es sich, die Kletterpflanze zusätzlich mit organischen Düngern wie Kompost, Hornmehl oder Stallmist zu versorgen.

Der bei schwülwarmer Luft gebildete Mehltau macht der Waldrebe besonders zu schaffen. Netzschwefel schafft hier Linderung, während kupferhaltige Mittel die Krautfäule (Botrytis), von der die Pflanze vor allem in langen Regenzeiten im Sommer befallen werden kann, bekämpfen. Die wohl bekannteste und gefährlichste Clematis-Krankheit ist die Clematiswelke, die überwiegend Jungpflanzen bedroht und sich durch schlaffe und welke Blätter kennzeichnet. In diesem Falle sollte die Waldrebe bis auf das gesunde Holz zurückgeschnitten werden. Es ist jedoch unbedingt darauf zu achten, dass das befallene Pflanzengewebe nicht auf dem Kompost entsorgt wird, denn hier bietet sich ein großzügiger Nährboden für die Neubildung der gefährlichen Pilze.

Einer besonders großen Beliebtheit erfreuen sich die farbenfrohen Clematis als großblumige Ergänzung zu mittelgroßen bis großen Strauch- und kleineren Kletterrosen. Da die Waldreben allerdings schneller wachsen, werden sie zumeist ein bis zwei Jahre nach Pflanzung der Rosen gesetzt, um diese in ihrem Wuchs nicht zu behindern.

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